Quelle Fotos: Karl Jung, Bernd Rauh, Sportecho

Teil 1

Rückschau aus der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der Fußballabteilung des Turn- und Sportvereins e.V. 1883/1919 Worms-Hochheim.
Am Tage des 50-jährigen Jubiläums ist es angebracht, Rückschau zu halten, um in kurzen Aufzeichnungen einen Einblick in die Vereinsgeschichte zu bekommen. So soll dieser Bericht in wesentlichen Abschnitten von der Gründung, dem Leben und den Leistungen, aber auch von den Nöten des Vereins berichten. An erster Stelle gebührt Dank all denen, die vor 50 Jahren trotz aller Anfeindungen bereit waren, Opfer für den damals verpönten Fußball zu bringen.
Darstellung der Vereinsgeschichte von 1919 - 1937. Infolge fehlender Unterlagen in diesem Zeitraum wurde der nachstehende Bericht aus der Unterhaltung mit dem Ehrenmitglied Karl Neumeister und dem Vorstandsmitglied Jean Böhm verfasst.Der Sportverein Hochheim wurde kurz nach Beendigung des ersten Weltkrieges im Mai 1919 gegründet. Zirka 20 junge sportbegeisterte Fußballanhänger trafen sich in der Wirtschaft von Georg Holl (heute Aladin) in der Bingerstraße und haben den Verein ins Leben gerufen. Aus ihrer Mitte wählten sie Christoph Gernsheimer zum ersten Vorsitzenden. Nun begann die Aufbauarbeit, der sich schließlich jeder neu gegründete Verein unterziehen muss. Die damaligen Zeiten waren nach einem verlorenen Krieg sehr schwer. Zur Anschaffung der notwendigen Sportgeräte und Sportkleidung war kein Geld vorhanden.
Dank des Opfersinnes der wenigen tatsächlichen treuen Aktiven wurden diese Schwierigkeiten jedoch überwunden.Nach Verhandlungen mit der Stadt Worms stand der früher von Normannia Pfiffligheim benutzte Platz am Leiselheimer Damm (der heutigen Eisbahn, Ententeich) zur Verfügung. Es war keine ideale Platzanlage, aber mit dem Training und mit den Freundschaftsspielen konnte sofort begonnen werden.
Auf Antrag wurde der Verein als Mitglied des Verbandes der Süddeutschen Fußball-Vereine, des Rhein-Main-Saar-Verbandes für Leichtathletik und des Deutschen Fußballbundes aufgenommen. In der Zwischenzeit gelang es dem Vorstand unter Führung von Philipp Gernsheimer, dem Vater des seitherigen 1.Vorsitzenden, an der Schachschen Mühle (Mühlpfad 6, heute Anwesen Schall, Rudolf-Heilgers-Str.) einen eigenen Sportplatz zu beschaffen. Die Einweihung erfolgte unter Mitwirkung sämtlicher Hochheimer Vereine, dem Turnverein, dem Kath. Kirchengesangverein "Cäcilia" und dem Ev. Kirchen- und Volksgesangverein, am Samstag, dem 25., und Sonntag, dem 26. Juni 1921, in feierlichem Rahmen.

Mit einer 1. und 2. Mannschaft beteiligte sich der Verein an den Verbands-spielen der C-Klasse im Herbst 1921. Bereits im Spieljahr 1922/1923 errang die 1. Mannschaft die C-Klassenmeisterschaft und rückte somit in die B-Klasse auf. Im Spieljahr 1924/1925, nach der errungenen Meisterschaft in der B-Klasse, nahm der Verein an den Spielen der A-Klasse teil. Diese Verbandsrunde führte mit den Vereinen Pfiffligheim, Horchheim, Pfeddersheim, Alzey, Neuhausen und Herrnsheim zusammen. Am Schluß der Spiele wurde der 1. Tabellenplatz erreicht, und der Verein konnte als Meister in die Kreisliga aufsteigen. Durch den Aufstieg im Jahre 1926 kamen erstmals auch Vereine aus dem rechtsrheinischen Gebiet hinzu. Lorsch, Bürstadt, Lampertheim und Bensheim sowie die Vereine des linksrheinischen Raumes fanden sich in dem durch Spielsystemänderung geschaffenen Kreis Süd-Hessen zusammen.

Gegen die Vereine aus dem rechtsrheinischen Gebiet waren vorerst keine  Lorbeeren zu ernten. Man war froh, wenn man am Ende der Spielrunde einen achtbaren Platz in der Tabelle gesichert hatte. Aber gerade der Spielverkehr mit diesen Vereinen war dazu angetan, das spielerische Niveau der Mannschaft zu heben.
Die sportlichen Erfolge in all den Jahren waren deshalb sehr gut, doch durch die schlechte wirtschaftliche Lage (Arbeitslosigkeit) hatte der Verein einen großen Kampf um das Weiterbestehen zu führen. Dank der Opferbereitschaft einiger treuer Mitglieder wurde die schwierige Finanzlage immer überwunden.
Im Jahre 1929 wurde der seitherige Sportausschussvorsitzende Martin Meiss zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Der Sportbetrieb konnte stets weitergeführt werden und erlebte im Jahre 1933 einen neuen Aufschwung, da der Turnverein 1883 Hochheim die Mitbenutzung des neu errichteten Sportplatzes an der Frauenstraße (heute Frauenstr. ca.21-23, linke Seite nach Donndorfstr.) erlaubte.
Der Aufschwung jedoch war nur von kurzer Dauer, da die Machthaber des Dritten Reiches die Jugendlichen und auch die passiven Mitglieder in Ihren Bann zogen.
Im Jahre 1936 wurde deshalb das letzte Volksturn- und Spielfest von den beiden sporttreibenden Vereinen in Hochheim, Turnverein 1883 und Sportverein 1919, gemeinsam durchgeführt. Danach erlosch der Sportbetrieb in dem Vorort Hochheim. Der Turnverein löste sich auf, während der Sportverein im Januar 1937 in die Fußballabteilung der Turngemeinde 1846 Worms überging. Die weitere Entwicklung des Vereins ist der Festschrift zum 75. Jubiläum des Turnvereins 1883 entnommen.
Der zweite Weltkrieg ging zu Ende. Deutschland lag in Schutt und Asche, wohin man schaute, nichts als Elend. Wohl keine Familie, die nicht einen Toten oder Vermissten zu beklagen oder aber Hab und Gut bei einem Fliegerangriff verloren hatte. Wenn auch unmittelbar nach dem großen Völkerringen fast kaum Interesse für sportliche Betätigung bestand, so war diese von den Besatzungsbehörden auch vollständig verboten. Erst nach mehr als Jahresfrist wurde vereinzelt mit Sport begonnen. Immer mehr wuchs die alte Begeisterung in den verschiedenen Sportarten, und es gab wohl keinen Ort in der weiten Umgebung, in dem nicht zehn Jahre nach Kriegs-schluß der Sport in vollem Gange war. Mit Recht besteht die Bezeichnung "Hochheimer Eiskalte". Hochheim war noch nicht dabei. Das Vereinsleben in den beiden alten Vereinen ruhte noch immer. Doch so sollte es nicht bleiben. Bei einigen Sportbegeisterten begann das Feuer wieder zu lodern. Nach Hausagitationen in denen sich die Sportkameraden Hans Held, Alois Roth, Hermann Walch und Willy Strippel hervortaten, wurde zur Gründungsversammlung am 24. Januar 1955 in den Römerhof eingeladen. Geleitet wurde diese Versammlung von Hans Boller. Unter dem Leitgedanken "Einigkeit macht stark" schlossen sich Fußballer und Turner zusammen. Zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins wurde Sportkamerad Wilhelm Hellwig gewählt, während die Fußballabteilung von Johannes Held geführt wurde. Der Verein wuchs sehr schnell zu einer beachtlichen Mitgliederstärke an.

Die Betätigung in den Abteilungen war sehr gut, und von Jahr zu Jahr waren größere Erfolge zu verzeichnen. Im Fußball konnten einige Mannschaften gebildet werden, von denen die erste  Mannschaft im Jahre 1956/57 den Aufstieg in die B-Klasse schaffte. Bereits 1956 konnte an der Dreihornmühlgasse der Sportplatz feierlich eingeweiht werden. Turn- und Vereinslokal war bis  Anfang 1957 der Römerhof. In einer Versammlung am 25. März 1957 bei Georg Saxer wurde der Bau einer Sporthalle beschlossen, da die neue Wirtin für Saalmiete einen zu hohen Preis forderte. In den Tagen vom 14. bis 21. September 1958, beim 75-jährigen Bestehen des 1883 gegründeten Turnvereins, wurde die Sporthalle feierlich eingeweiht.
Der 1. Vorsitzende Wilhelm Hellwig und der 2. Vorsitzende Hans Boller mussten 1965/66 ihre Vorstandsämter aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.
In der Generalversammlung am 22. April 1964  wurde Hans Lentz zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Ein Mahnruf an die Eltern von Hochheim: Schickt Eure Mädel und Buben zur sportlichen Betätigung, bei den neuen Abteilungsleitern sind sie in guten Händen.

Hermann Walch, stellv. Geschäftsführer, 1969


Teil 2

Auszug aus dem Rückblick von Bernd Rauh (1980) in der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedergründung des Turn- und Sportvereins e.V. 1883/1919 Worms-Hochheim
(Erster Absatz des Rückblicks war zum großen Teil im Teil 1 enthalten und wurde deshalb nicht wiedergegeben!)
Bereits nach einem Jahr war die Mitgliederzahl auf 300 angewachsen. Außer Fußball wurde Turnen und Tischtennis den Mitgliedern angeboten. Mit zwei Mannschaften begann die Fußballabteilung auf dem Platz des SV Leiselheim die Meisterschaftsrunde der C-Klasse. Unter Trainer Horst Löb konnte bereits im zweiten Spieljahr die Vizemeisterschaft und durch Erreichen des Pokalfinales der Aufstieg in die B-Klasse geschafft werden, da der damalige Pokalsieger gleichzeitig auch die Meisterschaft errang und hierdurch ein zweiter Aufstiegsplatz für den Endspielgegner frei wurde.
1956 erfolgte die feierliche Einweihung des Sportplatzes an der Dreihornmühlgasse. Schwierigkeiten mit dem seitherigen Vereinslokal Römerhof waren der Anlaß, daß in einer Versammlung am 25.03.1957 der Bau einer Sporthalle beschlossen wurde. Unter Leitung von Hans Lentz wurde unter beispielhafter Mithilfe einiger Mitglieder unsere Sporthalle an der Dreihorn-mühlgasse erbaut und anlässlich des 75-jährigen Bestehens des ehemaligen Turnvereins Hochheim 1958 eingeweiht.

Die Leitung der Fußballabteilung oblag in den Jahren 1956-1960 den Sportkameraden Jean Böhm und Karl Neumeister und im Spieljahr 1959/60 wäre unter Trainer Gustav Müller beinahe der Aufstieg in die A-Klasse geglückt, doch man verlor das Pokalendspiel etwas unglücklich gegen Dalsheim mit 3:4 Toren.

Die Jugendarbeit unter Leitung von Alois Roth machte Fortschritte und man konnte im Spieljahr 1958/59 erstmals außer einer Jugendmannschaft noch eine Schülermannschaft zum Spielbetrieb anmelden.

An die neue Sporthalle wurde 1959 ein Wasch- und Duschraum sowie ein kleiner Wirtschaftsraum angebaut. Von 1961-1965 wurde die Abteilung von Willy Strippel geführt und man konnte sportlich mit diesen Jahren recht zufrieden sein. Unter der Trainingsleitung von Horst Löb wurden immer vordere Plätze in der Meisterschaftsrunde erreicht und so mancher Turniersieg errungen.

Nachdem Karl Haar die Abteilung von 1966 bis 1968 geführt hatte, wurde dieser im Jahr 1969 von Alois Roth abgelöst. Doch bereits 1970 Übernahm Willy Strippel für weitere drei Jahre dieses Amt. Zwischenzeitlich (1967) wurde der endgültige Anbau an der Sporthalle fertiggestellt. Hier ist wieder die aufopferungsvolle Tätigkeit von Hans Lentz hervorzuheben, der im Jahre 1965/66 den aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierenden 1.Vorsitzenden Wilhelm Hellwig in dieser Position abgelöst hatte.

Im Spieljahr 1969/70 begann eine weitere sportliche Aufwärtsentwicklung in unserem TuS Hochheim. Durch die Verpflichtung des noch als Vertragsspieler bei Mainz 05 tätigen Richard Klauß aus der eigenen Jugend einige talentierte Spieler zu den aktiven Mannschaften hinzu kamen, so daß es im Spieljahr 1970/71 nach dreizehnjähriger Zugehörigkeit zur B-Klasse gelang, den Aufstieg in die A-Klasse zu erreichen.

Mit zwei Punkten Vorsprung konnte man die Meisterschaft nach einer harten Runde und einer stetigen Steigerung erringen. An Dramatik kaum zu überbieten war das letzte Spiel unserer Mannschaft in Monzernheim gegen Westhofen, wo man als Sieger und Meister der B-Klasse vom Platz gehen konnte.

Welch gute Arbeit geleistet wurde, beweist die Tatsache, dass auch die zweite Mannschaft die Meisterschaft erringen konnte.
Erstmals im Dezember 1969 erschien unsere Vereinszeitschrift, das Hochheimer Sportecho und ist heute aus unserem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.
In den ersten drei Spieljahren in der A-Klasse war unsere Mannschaft stets in der Spitzengruppe und lieferte oft die Schlagzeilen für die Presse.
Im Frühjahr 1971/72 wurde die Meisterschaftsrunde mit dem 3. Platz und nur zwei Punkte hinter dem Meister beendet. In diesem Jahr gab es auch einen Wechsel in der Vereinsführung, wo der nicht mehr kandidierende Hans Lentz von Bernd Rauh abgelöst wurde. Aber 1973 gab es auch in der Fußballabteilung personelle Veränderungen, da Richard Klauß das Amt des Abteilungsleiters übernahm, während Heinz Morgenstern als Trainer fungierte. Die Jugendarbeit war gerade in den Jahren des Erfolges der aktiven Mannschaft leider etwas zurückgegangen. So besaßen wir 1971 überhaupt keine Jugendmannschaft mehr. Gemeinsame Bestrebungen halfen uns jedoch auch darüber hinweg und im Jahre 1973 konnte man wieder mit vier Jugendmannschaften an den Rundenspielen teilnehmen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde 1973 für unseren Sportplatz, größtenteils in Eigenhilfe, eine Flutlichtanlage geschaffen. Bemerkenswert war aber auch im Jahre 1974 die Reise unserer Fußballer nach St. Albans/ England, der Partnerstadt von Worms. Die von unserem Sport-kameraden Willi Hellwig organisierte Reise war ein voller Erfolg und wird allen Teilnehmern in steter Erinnerung bleiben.

Die Leitung der Abteilung wurde 1974 von Heinz Morgenstern übernommen, der 1975 das Amt des Trainers Herrn Erich Kreider überließ. In diese Zeit fiel auch der Wechsel unseres wohl größten Talents Rolf Löb zum VfR Wormatia. Bereits im Spieljahr 1974/75 konnte man sich gerade vor dem Abstieg aus der A-Klasse retten, doch 1976 musste der bittere Weg in die B-Klassse angetreten werden.
Dies war umso bedauerlicher, da es uns nach harten und zähen Verhandlungen mit der Stadt Worms gelungen war, ein neues Sportgelände zu erhalten. Unser seitheriger Sportplatz war in diesen Jahren größtenteils unbespielbar, so dass die Spiele entweder ausfallen oder auf dem Sportplatz an der Diesterwegschule ausgetragen werden mussten.

Einen Höhepunkt bildete 1975 die Feier zur Sportplatzeinweihung in unserer Sporthalle. Das Einweihungsspiel bestritten unsere Fußballer gegen den VfR Wormatia vor rund 800 Zuschauern.

Von 1976-1978 lag die Abteilungsführung bei Kurt Harbauer und Helmut Martin. Im Jugendbereich konnte in den letzten vier Jahren eine deutliche Steigerung erreicht werden. Franz Gritzner und Karl-Dieter Jung als Jugendleiter, unterstützt von Bernd Rauh und den Übungsleitern Kreider Göhrisch, Radtke und Hellwig haben es verstanden, die so wichtige Nachwuchsarbeit erfolgreich zu betreiben. So konnte 1977 und 1978 unsere E-Jugend bei den Siebenermannschaften die Kreismeisterschaft erringen, während die D-Jugend Vizemeister wurde. Obwohl fünf Mannschaften an den Meisterschaftsrunden teilnahmen, entschlossen sich 1979 die Verantwortlichen mit dem SV Leiselheim eine Spielgemeinschaft einzugehen. Hierdurch konnte erreicht werden, dass man die starken Spieler durch Teilnahme an der Liga-Runde noch weiter fördert, während für die etwas schwächeren Spieler die Spielmöglichkeit in den Kreisklassen gegeben ist. Bei durchschnittlich acht Jugendmannschaften sind wir in fast allen Klassen auf den vorderen Plätzen zu finden und man kann mit Stolz sagen, dass der TuS Hochheim wieder einen guten Rang im Jugendfußball des Kreises Worms einnimmt.
Einen Wechsel des Trainers gab es im Jahre 1978, als Gustl Benner von Volker Radtke als Spielertrainer abgelöst wurde. Die großen Hoffnungen um den Aufstieg in die A-Klasse konnten trotz intensiven Trainings bisher nicht erfüllt werden. 1979 wurde unsere Mannschaft hinter Dorndürkheim Vizemeister und in diesem Jahr wurden wir von Alemannia Worms abgefangen.
Im July 1979 ist Rolf Löb vom VfR Wormatia wieder zu uns zurückgekehrt.
Seit 1979 wird die Fußballabteilung von Richard Klauß geführt und als 1. Vorsitzender hatte zwischenzeitlich Herbert Hinterschitt den nicht mehr kandidierenden Bernd Rauh abgelöst.
Aber auch im Bereich der Alten Herren konnte in den ganzen Jahren ständig der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden. Unter der Leitung von Theo Sittel wird bei dieser Gruppe neben dem Sport auch die Geselligkeit besonders gepflegt.

Durch Satzungsänderung wurde beschlossen, dass die Fußballabteilung sich künftig selbst verwaltet. Unter dem engagierten Abteilungsleiter Richard Klauß ist eine positive Entwicklung des Abteilungslebens festzustellen. Äußerlich sichtbar können wir mit Freude feststellen, dass außer der Renovierung unserer Sporthalle im letzten Jahr ein herrlicher Rasenplatz hinter unserer Sporthalle entstanden ist. Ein weiterer Anbau ist geplant und soll in Kürze begonnen werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wir in den 25 Jahren im Bereich des Fußballs Höhen und Tiefen in unserem TuS Hochheim erlebt haben. Die Zeichen für weitere Aufwärtsentwicklung stehen gut und das sollte uns im Jubiläumsjahr mit Mut und neuer Zuversicht erfüllen.

Teil 3

Aus Festschrift zur Wiedergründung 2005 - 50 Jahre Tischtennis
Ein Glücksgriff für unseren Verein war 1978 die Verpflichtung des  bekannten Wormatia Recken Volker Radtke als Spielertrainer, der  den seitherigen Übungsleiter Gustl Benner ablöste. Abteilungsleiter war inzwischen Kurt Harbauer. Volker Radtke hat bis zum heutigen Tage Hochheimer Fußballgeschichte geschrieben. Nach mehreren Vizemeisterschaften konnte 1981 endlich wieder der Aufstieg in die A-Klasse geschafft werden. Diese Leistungssteigerung war insbesondere bedingt durch die Rückkehr von Rolf Löb vom VFR Wormatia, der im Meisterschaftsjahr mit 29 erzielten Toren wesentlichen Anteil am Erfolg hatte. 1979 übernahm Richard Klauß die Abteilungsleitung und durch die Schaffung eines Rasenplatzes, sowie neuen Dusch- und Umkleidekabinen mit Entspannungsbecken wurden ideale Voraussetzungen für unsere Sportler geschaffen. Nach den an anderer Stelle beschriebenen Turbulenzen innerhalb der  Fußballabteilung übernahm Dieter Muth in einer schweren Zeit 1984 das Amt des Abteilungsleiters. Nach Jahren der Zugehörigkeit zur A-Klasse und der Trennung von Spielern, die teilweise nur kurze Gastrollen ohne ein  Zugehörigkeitsgefühl zu unserem Verein gaben, erfolgte 1987 eine Verjüngung der Mannschaft. Dieses Unterfangen war recht schwer, da den jungen Spielern die Erfahrung fehlte. Doch Trainer Radtke gelang es, die Eigengewächse in die Mannschaft zu integrieren. lm Spieljahr 1987 betrug das Durchschnittsalter der 1. Mannschaft 20 Jahre! Insgesamt 7 ehemalige Hochheimer Jugendspieler gehörten zur 1. Mannschaft. Gerhard Kollmann, Michael Gernsheimer, Stefan Muth und Christian Waas entwickelten sich zu Leistungsträgern. 1989 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga. Ab diesem Jahre wurde auch durch das Engagement von Jürgen und  Doris Schneider die Jugendarbeit wieder intensiver betrieben. Unsere 1. Mannschaft konnte sich in diesen Jahren in der Bezirksliga  etablieren. Der Abschied eines verdienstvollen Spielers erfolgte 1991. Norbert Nappo Alter wurde nach 32-jähriger Aktivität zum Ehrenspielführer ernannt und an die AH abgegeben. Noch als 47-jähriger kam er als Torwart aushilfsweise in der Bezirksliga zum Einsatz.

Ein weiterer offizieller Abschied, nämlich vom Traineramt, zeichnete das Jahr 1993. Nach 15 Jahren als Trainer mit vielen Erfolgen wechselte Volker Radtke als stellvertretender Abteilungsleiter in den Vorstand. Im gleichen Jahr musste der Abstieg in die A-Klasse verkraftet werden, doch mit Spielertrainer Jürgen Jäger schaffte die Mannschaft in souveräner Manier bereits 1994 wieder den Aufstieg in die Bezirksliga. Über 10 Jahre hatte Dieter Muth mit viel Fleiß die Abteilung geführt, ehe Willi Hellwig diese schwierige Funktion 1996 übernahm. Im gleichen Jahre wurde ein Rasenkleinspielfeld  geschaffen. Nach Jahren der Zugehörigkeit zur Bezirksliga sollte durch die Verpflichtung von hochkarätigen Spielern und die Unterstützung eines nicht immer zuverlässigen Sponsors im Spieljahr 1997/1998 der Aufstieg in die Landesliga geschafft werden. Unter Trainer Jürgen Klotz konnten viele namhafte Spieler (Stalyga, Kispert, Braun) nicht die erhoffte Meisterschaft erringen. So kam es, wie es schon einmal in der Vergangenheit der Fall war: der Abgang fast aller Hochkaräter und der Abstieg in die Bezirksklasse. Trainer Jürgen Maindl gab nach wenigen Monaten das Traineramt auf, und Interimstrainer Radtke konnte aufgrund des noch vorhandenen Spielerpotenzials -einige Leistungsträger hatten  den Verein kurzfristig verlassen- den Abstieg nicht mehr verhindern.  Da kann es schon als Glücksfall bezeichnet werden, dass einige höherklassige Spieler, die freundschaftlich verbunden waren, sich noch einmal ein sportliches Ziel in unserem Verein gesteckt hatten.  Mit Spielertrainer Peter Merz und den seither höherklassig spielenden Zugängen Andreas Großmann, Frank Klöter, Markus Heng, Sven Merz und Pascal Bühler wurde der Aufstieg knapp verpasst. Nach der Aufgabe des Traineramtes durch Peter Merz schaffte dann das Trainergespann Frank Klöter, Andreas Großmann und Markus Heng 2001 den ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga.

Gleichzeitig wurde eine 1B- Mannschaft zum Spielbetrieb  angemeldet, für die Frank Löb verantwortlich war. Ab der Spielrunde 2001/2002 übernahm Andreas Großmann die alleinige Verantwortung als Trainer. Inzwischen wurden zufriedenstellende  Platzierungen erreicht und dem Trainer ist es gelungen, einige junge hoffnungsvolle Spieler in die Mannschaft zu integrieren.  Erfreulich kann man die Entwicklung der 1b-Mannschaft bezeichnen, die unter Trainer Gerhard Kollmann sich bestens entwickelt hat und ebenfalls einen guten Mittelfeldplatz in der Kreisklasse einnimmt.  Auch mit dem Umfeld kann die Abteilung zufrieden sein, stehen  doch mit Betreuer Franz Lebeda und Masseur Elmar Friess stets  hilfsbereite Sportkameraden zur Verfügung.  Im Jugendbereich hatte zwischenzeitlich Harald Thomas die Leitung  übernommen, eine nicht leichte Aufgabe in unserer heutigen Zeit. Gemeinsam mit den Übungsleitern ist es ihm gelungen, eine gute D-Jugendmannschaft aufzubauen, die derzeit an den Spielen der  der Bezirksliga Rheinhessen teilnimmt.  Auch für den F- und E- Jugendbereich beginnt jetzt der Aufbau neuer Mannschaften. Die Ausrichtung des immer wiederkehrenden Oliver-Hartenbach-Gedächtnisturniers gehört ebenfalls zu seinen auch sonst noch umfangreichen Aktivitäten für den Hochheimer Fußball.
Die Alten Herren haben Jahrzehnte am Sportbetrieb mit Erfolg  teilgenommen. Insbesondere Theo Sittel, der leider allzu früh verstarb, widmete sich viele Jahre dieser Aufgabe. Die Ausrichtung von Stadtmeisterschaften, das Erringen von vielen Turniersiegen und  Meisterschaften der Ü-40-Runden waren herausragende Ereignisse.  Vielen sind auch noch die Freizeiten im Starekasten in Lindenfels in guter Erinnerung. Durch einige Differenzen hat ein Teil dieser Gruppe den Verein  leider verlassen, und derzeit bemüht man sich, eine neue AH-Mannschaft aufzubauen.

Die noch Älteren treffen sich jeden Donnerstag in der kleinen  Halle der Diesterwegschule, um im Fußtennis sich fit zu halten. Gerade diese Oldie-Gruppe ist für die Fußballabteilung ein ganz wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Veranstaltungen der Abteilung zu planen und durchzuführen. Ganz gleich ob Hochheimer  Kerwe, Beteiligung am Martinsmarkt, Bewirtung bei Fußballspielen  oder anderen Festen, die Oldies Helmut Schärf, Ulrich Almeling,  Willi Hellwig, Josef Finger, Friedel Wennesheimer, Ernst Gräber, Bernd Jost, Rolf Löb und Volker Radtke sind immer zur Stelle,  wenn sie benötigt werden. lm Schiedsrichterbereich kann der TuS Hochheim ebenfalls stolz auf  seine Unparteiischen sein. Seit vielen, vielen Jahren waren und sind Namen wie Bernd Bickel, Franz Gritzner oder Dietmar Kreusel ein Begriff im Wormser Schiedsrichterwesen. Teilweise bis zu sieben Sportkameraden hatten sich dieser nicht immer leichten und  angenehmen Aufgabe verschrieben. Die Weichen für das kommende Spieljahr 2005/2006 sind bereits gestellt. Trainer Andreas Großmann wird künftig als Teammanager  fungieren, Willi Hellwig und Frank Klöter führen die Abteilung, und als neuer Trainer wird der erfahrene Aaron Biagioli fungieren. Die Fußballabteilung blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und das kommende Spieljahr 2005/2006.